Zu mir

Aus- und Weiterbildung

Etwas Persönliches über mich

Berufliche Qualifikationen

  • vierjährige Ausbildung Systemische Therapie und Beratung am Helm Stierlin Institut, Heidelberg
  • einjährige Ausbildung Systemische Paartherapie am Helm Stierlin Institut, Heidelberg
  • einjährige Ausbildung Coaching, Dr. Petra Bock Coaching Akademie, Berlin
  • zweijährige Ausbildung Führungs- und Persönlichkeits-Coach, Akademie für ganzheitliche Führung . Dr. Winfried Prost, Köln
  • fünfjährige Ausbildung Integrative Dramatherapie am Fritz Perls Institut, Hückeswagen
  • einjährige Schulung Psychopathologie Cardea Akademie für Gesundheitsberufe
  • Zulassung Heilpraktikerin für Psychotherapie
  • Private Schauspielausbildung in Nürnberg
  • Magisterstudium an der Friedrich Alexander Universität Erlangen
  • Nürnberg, Abschluss: M.A (Theater – Politik -und Literaturwissenschaften)
  • Weiterbildungen
  • Bernhard Trenkle (Hypnosystemische Techniken),
  • Gunther Schmidt (Hypnosystemische Musterunterbrechung),
  • Danie Beaulieu (Impact Techniken),
  • Stefanie Krenn (Kraft der Sprache)
  • Monica MacGoldrick (Familien-Geschichten)
  • Gunthard Weber (Familienaufstellung)
  • Diana Drexler (Familienaufstellung)
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF)

 Berufserfahrungen

In eigener Praxis seit 2009

30 jährige Erfahrung als Schauspielerin auf verschieden Bühnen in kleinen und großen Rollen

Mitbegründerin von Theaterensembles (Theater ACT Nürnberg, Rose Theegartenensemble Köln)

Autorin/ Mitautorin von Theaterstücken

Dozentin in der Erwachsenenbildung an verschiedenen Instituten( Hessisches Institut für Lehrerfortbildungen, Friedrich- Ebert Stiftung)

Lehrauftrag an der der THM (Technische Hochschule Mittelhessen) für Selbstführung

Seminare  und Vorträge in Unternehmen und für Organisationen ( z.B.Telekom Bonn, Lionsclub Westerwald)

Seit 13 Jahren mehrwöchige Theaterseminare für die Rewe group Köln (Theaterseminare für die Personalentwicklung)

Persönliches

Ich lebe in zweiter Ehe seit 25 Jahren in Köln und in Schönstein bei Wissen/Sieg. Ich habe zwei erwachsene Kinder.


Etwas Persönliches über mich:

Ich war vierzehn Jahre alt, als ich zum ersten Mal ein Theater besuchte. Es war bei einem
Schulausflug 1976 nach Mainz: Faust I. Das Theater wurde dunkel und ich erinnere mich an
den Moment als der alte, schwere, rote Vorhang zur Seite gezogen wurde und die ersten
Worte der Zueignung gesprochen wurden:
„Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten.“
Ich weiß nicht ob ich die nächsten Stunden noch geatmet habe. Wahrscheinlich schon, denn
sonst könnte ich diese Zeilen nicht schreiben. Aber in meiner Erinnerung bin ich sprachlos,
atemlos mit großen Augen, tief versunken in diesen Text, der seit nunmehr über 200 Jahren
auf vielen Bühnen gesprochen wird:
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Alles in mir wollte dorthin, ins Theater. In diesen Raum, in dem soviel möglich ist. In dem die
tiefsten Tiefen unserer Existenz zur Sprache kommen aber auch die leichtesten und
komischsten Anteile Platz haben. Ein Raum, in dem Götter und Teufel, der Tod, Könige und
Zauberer, Verbrecher und Heilige, Göttinnen und Heldinnen, Königinnen und Hexen,
Bettlerinnen und Verbrecherinnen auftreten. Wände, Tiere, Bäume, Fernseher alles kann
reden, spielen, alles kann lebendig werden und alles kann sterben. Und es gibt nichts
festzuhalten, eine Welt verschwindet wieder, wenn der Vorhang fällt. Abend für Abend,
Geschichten über das Menschsein, Geschichten über Erfolge und Nöte, über Liebe und Hass,
es wird geweint, gelacht, geliebt, geschlagen, gebrüllt und geflüstert.
Für mich ist im Theater spürbar geworden das Menschsein mehr ist als gut zu funktionieren.
Wir dürfen ausprobieren, unsere ganze Kraft spüren. Wir dürfen uns irren und wir dürfen
scheitern. Wir dürfen lernen und spielen. Wir dürfen lieben, tief und vertrauensvoll. Wir
dürfen nein sagen und ja sagen. Und wir dürfen sprechen. Nicht nur über die letzten Ferien
und das neue Auto. Wir dürfen über uns sprechen. Was uns bewegt, was wir fürchten und
lieben. Was wir wünschen und hoffen.
Das Theater ist für mich ein Raum in dem die Sprache fühl- und spürbar wird in ihrer Kraft zu
verletzen und in ihrer Kraft zu verbinden.
Durch die langjährige Ausbildung sind Schauspieler in der Lage, in dem sie bewusst im Hier
und Jetzt fühlen/verkörpern was sie sprechen, auch die Zuschauer ganz in das gegenwärtige
Erleben eintauchen zu lassen. Ein Schauspieler muss in höchster Konzentration im Moment
des Augenblicks sein.
Es ist diese Kraft der Gegenwart, die ich durch meine Ausbildung am Theater und meine
langjährige Bühnenerfahrung in die therapeutische Arbeit mitbringe. Ganz in der Gegenwart
zu sein, im Gespräch, mit hoher Aufmerksamkeit für mein Gegenüber. Und das das Tiefe, das
Leichte, das Traurige und das Lustige willkommen ist.
Nach dreißig Jahren auf der Bühne spüre ich die Freude immer noch. Heute gehen im
Theater nur noch selten rote Vorhänge auf, aber dann, der erste Satz:
„Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten.“
Das sind wir, wir alle mit unserem Glück und unserem Leid und unseren unendlich vielen
Erfahrungen im Menschsein, die wir durch die Jahrhunderte gemacht haben.